Gemeinsame Prüfungsordnung für Master-Studiengänge der EuroSwiss       Universität

(Informationen über das ECTS-Leistungspunktsystem finden Sie im Download-Bereich)

 

§ 1 Zulassungsvoraussetzungen

(1) Die Zulassung zum Masterstudiengang setzt in der Regel einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss voraus, dessen Hauptfach in einem konkreten Zusammenhang zu den Inhalten des gewünschten Masterstudienfaches stehen muss. Näheres regelt die jeweilige fachspezifische Zulassungssatzung.

(2) In der fachspezifischen Zulassungssatzung kann vorgesehen werden, dass die Zulassung von der erfolgreichen Teilnahme von Eignungsfeststellungen abhängt.

 

§ 2 Zweck der Masterprüfung

(1) Die Masterprüfung dient dem Erwerb des akademischen Mastergrades und bildet den berufsqualifizierenden Abschluss eines ordnungsgemäßen Masterstudiums.

(2) Durch die Prüfung soll festgestellt werden, ob der Studienteilnehmer/die Studienteilnehmerin vertiefte Fachkenntnisse erworben hat, die Zusammenhänge seines/ihres Masterfaches überblickt und die Fähigkeit besitzt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse selbständig anzuwenden.

 

§ 3 Graduierung

Auf Grund der bestandenen Masterprüfung verleiht die EuroSwiss Universität den akademischen Mastergrad, wie er sich aus der jeweiligen fachspezifischen Zulassungssatzung ergibt.

 

§ 4 Struktur und Studienumfang

(1) Der/die Studienteilnehmer/in wählt ein Angebot der Institute der EuroSwiss Universität mit dem Studienziel „Master“.

(2) Der Masterstudiengang ist modular aufgebaut; der Umfang entspricht 120 ECTS-Punkten.

 

§ 5 Prüfungsausschuss

(1) Für die Organisation der Prüfungen und die durch diese Prüfungsordnung zugewiesenen Aufgaben sind folgende Organe zuständig:

 1. der Senat der EuroSwiss Universität

 2. der Prüfungsausschuss

Die Abwicklung der Masterprüfungen erfolgt durch den Prüfungsausschuss.

(2) Der Senat der EuroSwiss Universität entscheidet in allen Fällen, die der Prüfungsausschuss an ihn verweist.

(3) Jedes einzelne Institut der EuroSwiss Universität bildet einen Prüfungsausschuss. Diesem gehören drei hauptamtliche Mitglieder an, sowie ein/e Studienteilnehmer/in mit beratender Stimme. Die hauptamtlichen Mitglieder des Ausschusses werden für drei Jahre aus dem Kreis der Lehrenden der  EuroSwiss Universität gewählt, wobei der Vorsitzende ein Professor der EuroSwiss Universität sein muss. Der Vertreter/die Vertreterin der Studienteilnehmer wird für die Dauer eines Jahres gewählt. Eine Wiederwahl ist in beiden Fällen möglich.

(4) Der Prüfungsausschuss achtet darauf, dass die Bestimmungen der Prüfungsordnung eingehalten werden. Er berichtet dem Senat der EuroSwiss Universität über die Entwicklung der Prüfungen und Studienzeiten, legt die Verteilung der Notengebung offen und gibt Anregungen zur Reform der Prüfungsordnung.

(5) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Er kann ihm zugewiesene Aufgaben dem/der Vorsitzenden übertragen.

(6) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, der Abnahme von Prüfungen beizuwohnen.

(7) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses unterliegen der Verschwiegenheit und haben gegenüber der EuroSwiss Universität eine entsprechende Erklärung zu unterzeichnen.

(8) Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind innerhalb eines Monats nach Zugang der Entscheidung schriftlich an den Prüfungsausschuss zu richten. Hilft der Ausschuss dem Widerspruch nicht ab, ist er zur Entscheidung dem Senat der EuroSwiss Universität vorzulegen.

 

§ 6 Der Prüfer und Beisitzer

(1) Der Prüfungsausschuss bestellt die fachlich zuständigen Prüfer/innen und Beisitzer/innen.

(2) Zur Abnahme von Prüfungen, die nicht studienbegleitend durchgeführt werden, sind ausschliesslich Lehrende der EuroSwiss Universität befugt. Studienbegleitende Prüfungsleistungen werden von dem Leiter bzw. der Leiterin der jeweiligen Lehrveranstaltung abgenommen.

 

§ 7 Anerkennung von Studienzeiten und Prüfungsleistungen

(1) Studienzeiten sowie Studien- und Prüfungsleistungen in dem selben Studiengang einer anderen Universität oder Hochschule werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung anerkannt.

(2) Studienzeiten sowie Studien- und Prüfungsleistungen in einem anderen Fach werden anerkannt, soweit sie gleichwertig sind. Bei der Gleichwertig- keitsprüfung ist eine Gesamtbewertung der bisherigen Studienleistungen des/der Kandidaten vorzunehmen. Dies gilt auch für Studienzeiten/ Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die an einer anderen Bildungseinrichtungen, insbesondere an anerkannten Berufsakademien, Fernuniversitäten und Fachhochschulen erbracht worden sind.

(3) Werden Prüfungsleistungen anerkannt, so sind vergleichbare Prüfungen zu übernehmen und in die Gesamtnote einzubeziehen. Bei unvergleichbaren Notensystemen wird die bisherige Prüfungsleistung mit dem  Vermerk „bestanden“ aufgenommen.

 

§ 8 Umfang und Art der Masterprüfung

Die Masterprüfung besteht aus studienbegleitenden Prüfungen und einer Abschlussprüfung. Die fachspezifische Zulassungssatzung regelt, in welchen Modulen für die Endnoten relevante, studienbegleitende Prüfungsleistungen zu erbringen sind.

 

§ 9 Art der studienbegleitenden Prüfungsleistungen

(1) Studienbegleitende Prüfungsleistungen im Sinne dieser Prüfungsordnung sind:

 1. Modulabschlussprüfungen, die in einer Prüfung jeweils alle Komponenten eines  Moduls abprüfen,

 2. Modulteilprüfungen in mehreren Komponenten eines Moduls.

(2) Die fachspezifische Zulassungssatzung regelt die Art der zu erbringenden Prüfungsleistungen. Diese können wie folgt festgelegt werden:

 1. Schriftlich in Klausurform

 2. Schriftlich in Form einer Hausarbeit

 3. Mündlich

 4. Praktisch

 5. In einer Kombination der Prüfungsarten.

 

§ 10 Studienbegleitende Prüfungen

(1) Studienbegleitende mündliche Prüfungen werden als Gruppen- oder Einzelprüfungen abgelegt. Die Dauer der Prüfung beträgt je Kandidat mindestens zehn Minuten, bei Modulprüfungen und Modulteilprüfungen höchstens 20 Minuten. Mündliche Prüfungsleistungen werden in der Regel von einem Prüfer in Gegenwart eines sachkundigen Beisitzers abgelegt.

(2) Studienbegleitende Klausurleistungen sollen in der Regel 60, höchstens 120 Minuten betragen. Sie werden in der Regel von zwei Prüfern benotet, wobei der Prüfungsausschuss sich vorbehält, die Bewertung einem einzelnen Prüfer zu übertragen, wenn dieser Professor der EuroSwiss Universität ist. Bewerten zwei Prüfer die Arbeit, so ist das arithmetische Mittel der Benotungen zu bilden.

(3) Schriftliche häusliche Arbeiten sollen in der Regel einen Umfang von 20 Seiten nicht überschreiten. Das Nähere regelt die fachspezifische Satzung. Das Bewertungssystem entspricht dem der Klausuren.

(4) Etwaige praktische Prüfungsleistungen richten sich ausschliesslich nach der fachspezifischen Satzung.

 

§ 11 Bewertung der studienbegleitenden Prüfungsleistungen / Bildung der Modulnoten

(1) Jede studienbegleitende Prüfungsleistung wird mit einer der folgenden Noten beurteilt:

sehr gut:

Eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt

gut:

Eine Leistung, die über den durchschnitt- lichen Anforderungen liegt

befriedigend:

Eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen genügt

ausreichend:

Eine Leistung, die trotz ihrer Mängel den    Anforderungen genügt

nicht ausreichend:

Eine Leistung, die wegen ihrer Mängel den Anforderungen nicht mehr gnügt

                    

     (2) Die Bildung der Modulnoten und deren Gewichtung, auch hinsichtlich Benotungen aus Prüfungen von Teilmodulen, obliegt der fachspezifischen Satzung.

 

§ 12 Zulassung und Meldung zur Masterprüfung

(1) Zur Anfertigung der Masterarbeit kann nur zugelassen werden, wer

 1. im Rahmen seines Masterstudiums insgesamt mindestens 80 ECTS-Punkte  erworben hat.

 2. die fachspezifischen studienbegleitenden Arbeiten mit der in der fachspezifischen Satzung festgelegten Note absolviert hat.

(2) Die Entscheidung über die Zulassung trifft der Prüfungsausschuss.

(3) Zur mündlichen Prüfung kann nur zugelassen werden, wer sämtliche studienbegleitenden Studien- und Prüfungsleistungen gemäß fachspezifischer Satzung erbracht und die Masterarbeit bestanden hat.

 

§ 13 Art und Umfang der Abschlussprüfung

(1) Die Abschlussprüfung besteht aus einer Masterarbeit und einer anschliessenden mündlichen Prüfung.

(2) Die mündliche Prüfung soll in der Regel nicht früher als sechs Wochen, spätestens drei Monate nach Abgabe der Masterarbeit durchgeführt worden sein. Ist die mündliche Prüfung nicht spätestens innerhalb sechs Monaten nach Abgabe der Masterarbeit abgelegt, so gilt sie als „nicht ausreichend“.

 

§ 14 Masterarbeit

(1) Die Masterarbeit soll nachweisen, dass der/die Studienteilnehmer/in in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Thema aus seinem Fach selbständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten und die Ergebnisse adäquat darzustellen.

(2) Gruppenarbeiten sind nur zulässig, wenn die fachspezifische Satzung dies ausdrücklich vorsieht. Der jeweilige Beitrag muss in jedem Falle individuell abgrenzbar, bewertbar und benotbar sein.

(3) Das Thema der Masterarbeit wird über den Prüfungsausschuss vergeben. Der Zeitpunkt der Ausgabe und das Thema sind aktenkundig zu machen. Die Frist für die Anfertigung der Arbeit beginnt mit der Vergabe des Themas.

(4) Die Bearbeitungszeit für die Masterarbeit beträgt drei Monate. Themenstellung und Betreuung sind hierauf abzustellen. Der Betreuer ist in der Regel der ausgebende Prüfungsberechtigte, sofern auf Wunsch des Studienteilnehmers nicht eine anderweitige Betreuung erfolgt.

(5) Auf begründeten Antrag kann der Prüfungsausschuss die Bearbeitungszeit für die Masterarbeiten um höchstens einen Monat verlängern.

(6) Das Thema kann nur ein Mal und nur innerhalb des ersten Monates der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden. Ein neues Thema ist binnen vier Wochen zu stellen und auszugeben.

(7) Die Masterarbeit ist in der Regel in deutscher Sprache abzufassen. Mit Einverständnis des Betreuers und nach Zustimmung des Prüfungsausschusses kann eine andere Sprache zugelassen werden, wenn die Begutachtung innerhalb des Institutes sichergestellt ist.

(8) Die Masterarbeit muss den formalen Ansprüchen wissenschaftlicher Arbeiten genügen. Sie muss maschinell geschrieben, gebunden und durchgehend nummeriert sein. Der Textteil soll einen Umfang von maximal 60 DIN-A-4 Seiten zu je 40 Zeilen mit je 60 Zeichen nicht überschreiten.

(9) Die Arbeit ist fristgerecht in zweifacher Ausfertigung beim Prüfungsausschuss einzureichen. Der Abgabetermin ist aktenkundig zu machen. Wird die Arbeit nicht fristgerecht abgeliefert, so gilt sie als „nicht ausreichend“, es sei denn, der/die Studienteilnehmer/in hat das Fristversäumnis nicht zu vertreten.

(10) Bei der Abgabe der Masterarbeit hat der/die Studienteilnehmer/in schriftlich zu versichern, dass er/sie die Arbeit selbständig verfasst und keine anderen als die von ihm/ihr angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt hat und dass diese noch nicht anderweitig als Masterarbeit eingereicht wurde.

(11) Die Arbeit ist innerhalb von sechs Wochen von zwei Prüfern/innen zu bewerten. Einer der Prüfer ist in der Regel derjenige, der das Thema gestellt hat. Der/die zweite Prüfer/in wird vom Prüfungsausschuss bestimmt. Die Note ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der beiden Einzelbewertungen.

 

§ 15 Mündliche Prüfung

(1) Die mündliche Prüfung dauert mindestens 30 Minuten. Die fachspezifische Satzung regelt die Anforderungen.

(2) Mündliche Prüfungen sind von einem/r Prüfer/in und einem/r Beisitzer/in abzunehmen.

(3) Die wesentlichen Inhalte sowie Beginn und Ende der Prüfung sind in einem Protokoll festzuhalten.

(4) Das Ergebnis der Prüfung wird dem/der Studienteilnehmer/in im Anschluss an die mündliche Prüfung von dem/der Prüfer/in bekannt gegeben.

 

§ 16 Bildung der Note der Abschlussprüfung, Bildung der Gesamtnote der Masterprüfung

(1) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Masterarbeit und die mündliche Prüfung jeweils mindestens mit der Note „ausreichend“ bewertet wurden.

(2) Die Masterprüfung ist bestanden, wenn alle Prüfungsteile mit mindestens „ausreichend“ benotet worden sind.

Bei der Bildung der Gesamtnote der Masterprüfung werden die Prüfungsteile nach Maßgabe der fachspezifischen Satzung gegebenenfalls gewichtet. Sie gehen in die Bildung der Gesamtnote der Masterprüfung dieser Gewichtung entsprechend ein. Abschließend ist eine Gesamtnote zu bilden.

 

§ 17 Nichtbestehen der Prüfung, Wiederholung der Gesamtprüfung

(1) Studienbegleitende Prüfungsleistungen, die mit „nicht ausreichend“ bewertet wurden, oder als nicht bestanden gelten, können wiederholt werden.

(2) Wird die Masterarbeit mit „nicht ausreichend“ bewertet oder gilt sie als nicht bestanden, kann sie ein Mal wiederholt werden. Dies gilt ebenso für die mündliche Abschlussprüfung.

(3) Eine Prüfungsleistung gilt als „nicht ausreichend“ bewertet, wenn

 1. der/die Studienteilnehmer/in den Prüfungstermin ohne triftigen Grund versäumt oder von der Prüfung zurücktritt

 2. der/die Studienteilnehmer/in das Ergebnis der Prüfungsleistung durch Täuschung  oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen sucht

 3. über die Voraussetzungen zur Zulassung zu einer Prüfung in der Weise getäuscht  hat, dass er nicht hätte zugelassen werden dürfen

 

§ 18 Zeugnis

(1) Auf Grund der bestandenen Masterprüfung erhält der/die Studienteilnehmer/in ein Zeugnis, das die Gesamtnote der Masterprüfung, den ECTS-Grad, die im Laufe des Masterstudiums belegten Module, die endnotenrelevanten Modulnoten und die Noten der Abschlussprüfung sowie das Thema der Masterarbeit ausweist. Das Zeugnis trägt das Datum der letzten Prüfungsleistung und wird von der/dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet.

(2) Auf Antrag des/der Studienteilnehmers/in ist dem Zeugnis eine englischsprachige Übersetzung beizulegen.

 

§ 19 Urkunde

(1) Auf Grund der bestandenen Masterprüfung erhält der/die Studienteilnehmer/in neben dem Zeugnis eine Urkunde, die die Verleihung des akademischen Grades beurkundet. Die Urkunde wird von dem Leiter des verleihenden Institutes unterzeichnen. Sie trägt das Datum des Zeugnisses und ist mit dem Siegel der Universität zu versehen.

(2) Der akademische Grad darf erst nach Aushändigung der Urkunde geführt werden.

(3) Auf Antrag des/der Studienteilnehmers/in ist der Urkunde eine englischsprachige Übersetzung beizufügen.