Freie Kunst als Bachelor- und Master-Studium

Konzeption der Studiengänge

 

Dieses Studium ist als Bachelor- und auch als Master-Studiengang modular entlang eines Curriculums konzipiert - mit ausreichend Freiraum für experimentelle Versuche und Grenzgänge.

In seiner ersten Phase, mit dem berufsqualifizierenden Abschluss Bachelor of Arts (BA) vermittelt es in theoretischer wie praktischer Hinsicht Basiswissen und – fertigkeiten für angehende Künstler/Innen. Es beginnt bei den Interessen, Motiven und Fragestellungen der Student/Innen, setzt sich mit dem Einüben relevanter konzeptioneller, technischer und methodologischer Gestaltungsmodalitäten fort bis zur Entwicklung eigenständiger künstlerischer Ausdrucksfähigkeiten – in kreativer, reflektierender Auseinandersetzung mit der künstlerischen Tradition und den Positionen der Gegenwart.

In seiner Hauptphase, mit dem akademischen Abschluss Master of Arts (MA) – nach herkömmlicher Bezeichnung „Meister-Klasse“ –, spezifiziert, erweitert und vertieft sich diese Entwicklung entweder A) im Rahmen künstlerischer Projekte bzw. eigener Ausstellungen - Ziel ist hier die Befähigung zu eigenverantwortlicher künstlerischer Praxis im Sinne einer Berufstätigkeit oder B) im Rahmen einer kunstwissenschaftlichen Aufgabe.

Wegen der traditionell schwierigen Lage der Freien Kunst, insbesondere in finanzieller Hinsicht, reflektiert der angebotene Studiengang auch intensiv vor allem die wirtschaftlichen, politischen und technologischen Bedingun-gen des „Systems Kunst“ im Kontext der progredierenden Informations-, Medien- bzw. Entertainmentindustrie. Das künstlerische Gestalten stellt sich dabei ausdrücklich dem wachsenden Einfluss der digitalen Techniken, die es einerseits in hohem Maße herausfordern, andererseits neue Tätig-keitsfelder für Künstler/Innen eröffnen.

Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen und neuen Perspektiven versucht das Institut die Disziplinen der Freien Kunst, des Designs, der gegenwärtigen Medienkünste, der kuratorischen Praxis, der Kunst-wissenschaften, Philosophie und Medientheorien unter einem erweiterten Gestaltungsbegriff zusammenzuführen und innovativ für die sich eröff- nenden Tätigkeitsbereiche zu nutzen.