Ziele des Studiums

Der Master-Studiengang ist als konsekutives Fernstudium konzipiert und schließt mit der Verleihung des akademischen Grades „Master of Arts (M.A.)“ in Philosophie ab. Es setzt ein Grundstudium in Philosophie voraus (s. Zulassungsvoraussetzungen), auf das die hier vom Institut konzipierten Lehreinheiten aufbauen, und zwar in drei Ausrichtungen, die einander korrespondieren und entsprechend die Abfolge der ersten drei Module konstituieren. Mit Beginn des vierten der insgesamt sechs Module eröffnet sich die Möglichkeit, eine Ausrichtung des Studiums auf Schwerpunktinteressen vorzunehmen, entweder in Relation zu einem anderen Fachbereich (z.B. Wirtschaft, Naturwissenschaft, Kunst), zu einem übergreifenden Thema ( z.B. Ethik, Logik, Ästhetik) oder einer bestimmten Phase des philosophischen Denkens bzw. deren Repräsentant/Innen.

In jedem Fall sollen die im philosophischen Vorstudium erworbenen Kenntnisse im Master-Studium vertieft und erweitert bzw. spezifiziert werden. Eine ausreichende Kenntnis maßgeblicher Positionen der Vorsokratik, Metaphysik in ihren drei Epochen sowie der klassischen Moderne wird mit Studienbeginn vorausgesetzt.

Ein Forschungsschwerpunkt des Instituts befasst sich mit dem Verhältnis von klassischer Moderne und den ihr folgenden Positionen bis in die aktuelle Gegenwart. Wichtige Lehrziele beziehen sich einmal auf die skizzierten möglichen Schwerpunktinteressen, zum anderen auf den Forschungsschwerpunkt des Instituts.

Darüber hinaus sollen die Studierenden berufsqualifizierende Kompetenzen in den Bereichen der Problem- und Textanalyse bzw. –interpretation ebenso erwerben wie in den Bereichen der Moderation, der Rhetorik und Argumentation. Sie sollen befähigt werden, vor dem Hintergrund fundierter Grundkenntnisse bezüglich traditionell wichtiger Disziplinen der Philosophie (z.B. Ontologie, Logik, Erkenntnistheorie, Sprach-, Rechts- und Staatsphilosophie, Handlungs- und Gesellschaftstheorie, Ethik, Kunstgeschichte, Ästhetik) Probleme und wichtige Fragen der Gegenwart im Diskurs mit problemrelevanten anderen Wissenschaften kompetent zu erörtern.

In Anbetracht der mit globaler Technisierung und Ökonomisierung rapide wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen gewinnen Fragehori- zonte der Philosophie zunehmend an Bedeutung. Mehr denn je erfordern diese sowohl ein gründliches philosophisches Wissen als auch herausra- gende analytische Kompetenzen und ethisch geschultes Verantwor- tungsbewusstsein.